Am 18. Mai konnte Vorstandsfrau Rosmarie Weber (Ressort Beratungsstelle) – stellvertretend für die erkrankte Liselotte Fueter (Präsidium) - trotz schönstem Frühlingswetter 40 Frauen an der 101. Jahresversammlung der Aargauischen Evangelischen Frauenhilfe (AEF) im reformierten Kirchgemeindehaus Lenzburg begrüssen. Dabei erleichterten die von Ursula Leibbrandt (Ressort Bildung) einladend sommerlich mit Rosen geschmückten Tische den Aufenthalt in den «vier Wänden» sehr.
Im
Mittelpunkt der 101. Jahresversammlung standen die Jubiläen von Budget- und
Rechtsberatung, die in diesem Jahr 50 bzw. 10 Jahre alt werden. Anlässlich
dieser Geburtstage findet am 8. September in der Beratungsstelle in Aarau ein
«Tag der offenen Tür» statt, der die Möglichkeit bietet, sich vor Ort über die
angebotenen Dienstleistungen zu informieren. Der geschäftliche Teil der
Jahresversammlung ging zügig vonstatten: Nach der Genehmigung des
Jahresberichts und der von Regula Holliger (Ressort Finanzen) wieder einmal
einwandfrei präsentierten Jahresrechnung 2010 wurde aus den verschiedenen Ressorts berichtet. So machte Ursula
Leibbrandt (Ressort Bildung) die Anwesenden «gluschtig», an den für dieses Jahr
vorbereiteten Anlässen teilzunehmen: an einer Reise nach Trachselwald im
Emmental zum Beispiel mit Besichtigung von Kirche, Schloss und Zithermuseum
oder an der Tagung im Herbst zum Thema «Bin ich meines Glückes Schmiedin?» mit
Philosophin Dr. Imelda Abbt.
Weil
auch die AEF - wie viele Vereine - zunehmend unter Mitgliederschwund leidet,
ermunterte Therese Hochstrasser (Ressort Vernetzung) die Teilnehmerinnen dazu,
ein «Mitgliedernetz» zu spannen. «Wie wäre es, wenn jede von euch im nächsten
Jahr ein neues potenzielles Mitglied aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis an
unsere Versammlung mitbringt?» fragte sie. «Ich bin überzeugt, dass wir so
unsere Basis stärken können».
Franziska
Zehnder (Ressort Obstgarten) berichtete über die geplante Bildung einer
Spurgruppe, die hinsichtlich Finanzierung, Planungsablauf und
Bewilligungsverfahren ein Konzept für den dringend benötigten Ausbau des seit
1978 an die Heilsarmee vermieteten Wohnheims «Obstgarten» entwickeln soll.
Vorstandsfrau
Ruth Moser (Ressort Ortsvertreterinnen) freute sich darüber, zehn Frauen für
ihre langjährige Tätigkeit als AEF- Ortsvertreterin mit einem Blumenstrauss
danken zu können. So sind Martha Angst (Aarau-Rohr), Käthi Schärer
(Schafisheim), Irene Herzig (Gränichen) und Astrid Schatzmann (Lupfig) bereits
seit 5 Jahren als Ortsvertreterinnen tätig. Elisabeth Dutoit (Unterentfelden),
Heidi Haller (Unterentfelden), Elsbeth Wernli (Thalheim), Silvia Lehner (Suhr)
und Elisabeth De Quervain (Zofingen) versehen diese Aufgabe schon seit 20
Jahren und seit 25 Jahren ist Elisabeth Weiser (Brugg) dabei.
Für
den Bericht aus der Beratungsstelle hatten sich Sozialarbeiterin Mireille
Kauffmann und Rechtsanwältin Stephanie Aerni etwas Besonderes einfallen lassen:
anhand eines Fallbeispiels zeigten sie auf, wie eng und gerade deshalb auch
effizient die Zusammenarbeit zwischen Frauen-, Budget- und Rechtsberatung auf
der Beratungsstelle in Aarau funktioniert. Im Jahr 2010 wurden 431 Sozialberatungsgespräche, 221 Budgetberatungen
und 157 Rechtberatungen durchgeführt.
Zum
Abschluss des geschäftlichen Teils gab Rosmarie Weber bekannt, dass sich Regula
Holliger und Ruth Moser 2012 aus der Vorstandsarbeit zurückziehen werden. Sie
rief dringend dazu auf, mögliche Kandidatinnen für die Vorstandsarbeit im
Ressort Finanzen bzw. Ortsvertreterinnen zu mobilisieren.
Nach
dem geschäftlichen Teil sorgten das Zitherensemble Lüscher für zarte
Frühlingsklänge und ein leckerer Imbiss aus dem Töpferhaus Aarau für das
leibliche Wohl. Als Geburtstagsüberraschung für die mittlerweile 50-jährige
Budgetberatung konnten die Anwesenden anschliessend die ehemalige Beraterin
Esther Rothenbühler begrüssen. Auf humorig kurzweilige Art führte sie den
Frauen einige Veränderungen vor Augen, die die Jahre auch für eine
Beratungstätigkeit mit sich bringen. Die 101. Jahresversammlung schloss, wie
sie begonnen hatte: in guter, harmonischer Stimmung.
